Making Movies in Hotel Rooms

28. 9. 2014 // 11:34 Uhr // // Kategorie Randnotizen 2014

There’s nothing like a camera to make you appreciate the beauty of hotel rooms.  It’s in these temporary living quarters that we’ve made most of our short films over the years, and it’s where we’ve been filming many of the scenes for Episode 9.

Ilan in Lisbon Hotel 2012

Ilan in a stop motion animation (hotel in Lisbon, 2012)

Dan in Antwerp Hotel 2012

Dan in a stop motion animation (hotel in Antwerp 2012)

Granted, the Romantik Parkhotel is more romantic and high class than most of the places we inhabit.  There’s the bonus pool, for one.  It’s like catnip for most people in the company, and this camera we brought is waterproof, so it’s the perfect playground.

In da Pool 01

Ilan and Kristin in the Romantik Pool.

Not every hotel has a pool.  (Though it’s really too bad for many of the guests here, who have nothing to do with steirischer herbst and who perhaps wish we would not be shooting a rap video in their particular body of water…)

I realize that in doing this work on tour over the years, I’ve become a connoisseur of patterned wallpaper and curtains.  Of headboards and phones… anonymous doorways.  If we occupy these places only temporarily, at least we occupy them fully.  Put our own invented stories on top of the hundreds of real ones which, no doubt, already came before.

Hotel Phone 01

Rob on the floor with phone in Graz

Ilan in the doorway, Graz

Ilan in the doorway, Graz

Hotel Phone 02

Kristin on the hotel phone in Graz


Skating Where You’re Not Supposed To

25. 9. 2014 // 12:55 Uhr // // Kategorie Randnotizen 2014
MUMUTH, in Graz, Austria

Kelly skates through the lobby at MUMUTH

In Sunday we arrived in Graz.  We learned that will be performing at MUMUTH - the Haus für Musik und Musiktheater.  This is a really beautiful building with a grand lobby which has the best surfaces for roller skating.  And so far no one is stopping us…

bourse du travail

21. 9. 2014 // 17:40 Uhr // // Kategorie Randnotizen 2014

 
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gewerkschaftsgebäude, perpignan 2014
 

 

Die Sprache gehört den Menschen nicht

20. 9. 2014 // 13:30 Uhr // // Kategorie Randnotizen 2014

Ich hatte ja versprochen, einige Beiträge für unser Programmheft, die mir besonders gut gefallen, hier vorzustellen.

Damit erspare ich mir auch, – berechnend wie ich in – die Stimmungsberichte von unseren Proben. Dazu nur soviel: Sie sind intensiv. Und das heißt eben, an einem Tag schläft man mit dem Gedanken ein, einen ganz großen Schritt getan zu haben; am nächsten liegt man länger wach, weil einem dünkt, man trete ganz schön auf der Stelle. Ohne diese seltsame Angst, den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden oder das Publikum zu langweilen, ist so eine Aufführung wohl nicht zu haben. Zumal ja keiner hier »den Hut aufhat«.

BARBARA KIRCHNER, von der man alles lesen sollte, was einen Verlag gefunden hat, besonders aber »Dämmermännerung. Neuer Antifeminismus, alte Leier« und den mit Dietmar Dath gemeinsam verfassten, wunderbar überfordernden »Implex«, gehört zu den Autorinnen, denen jede Ausgewogenheit fremd ist.
Entsprechend schroff reflektiert sie zwei Zitate aus dem »Eindimensionalen Menschen«, die andeuten, wie wenig doch die Sprache den Sprechenden gehört:

»Um zu leben, hängen die Menschen von Chefs, Politikern, Stellungen und Nachbarn ab, die sie dazu verhalten, das zu sagen und meinen, was sie sagen und meinen; die gesellschaftliche Notwendigkeit zwingt sie dazu … Indem sie ihre Sprache sprechen, sprechen die Menschen auch die Sprache
ihrer Herren, Wohltäter und Werbetexter … Was sie meinen, kann nicht für bare Münze genommen werden – nicht, weil sie lügen, sondern weil das Universum des Denkens und der Praxis, in dem sie leben, ein Universum manipulierter Widersprüche ist.«

»Aber in Wirklichkeit verstehen wir einander nur durch ganze Bereiche des Missverständnisses und Widerspruchs hindurch. Das wirkliche Universum der Alltagssprache ist das des Kampfes ums Dasein.«

Die Menschen, fand Marcuse, reden wie die Werbung. Man versteht den Satz heute kaum noch,
denn die Menschen reden inzwischen ärmer als die Werbung, weil die Werbung wenigstens noch etwas sagt, etwas will (Zeug verkaufen nämlich), das sich auf etwas bezieht, das der Erfahrung, der Bestätigung, der Widerlegung zugänglich ist. Was sich aber in Internet-Foren oder Amazon-Kundenkritiken äußert, das ist die Sprache auf der ziellosen und überflüssigen Suche nach einer Herrschaft, der sie nach dem Mund reden, der sie schmeicheln kann – ein Gestotter, ein Gewürge, ein Haspeln, ein Brei, der sich auf nichts mehr bezieht, was man irgendwie überprüfen könnte. Die Leute dürfen sich jetzt äußern, weil sie es nicht mehr können. Die Widersprüche sind nicht mehr im Leben, sie sind nur noch zu finden im Versuch, sich zu diesem Leben irgendetwas zu denken, denn ein vom Denken, also vom Unterscheiden, Vergleichen, Urteilen, weiter entferntes Leben gab es noch nie. Alles ist nur noch, wie es ist. Keine
Gegenkraft. Kein Widerwort, und selbst die Zustimmung ist zum Spottbild des auf den Mund gefallenen Idioten verstümmelt: »Gefällt mir.«