Research nr 1. Weather.

23. 5. 2017 / 11:12 Uhr
/ Kategorie Randnotizen 2017

målade moln

It is sunny.

Shitty weather in the evening.

It is warm. That‘s all.

It is very sunny. Beginning of spring.

It is still springtime.

It is still very sunny and warm.

Weather without changes.

It is still bright weather. No comment.

Sun. Wind

Warm and sunny day.

Winter again. Snowflakes.

It is very windy. Whitecaps on the Danube river.

A thunderstorm

Early summer in Graz,

winter with rain and snowfall in the mountains

rainy and windy april weather in Vienna.

Brilliant weather

heavy wind

Some sun.

Wind

Sun was shining

Weather woman retires on TV.

Aus der Serie “Annäherungen an Graz”

19. 5. 2017 / 22:17 Uhr
/ Kategorie Randnotizen 2017

Plabutsch2web2

the boat is leaking, the capitain lied

18. 5. 2017 / 13:45 Uhr
/ Kategorie Randnotizen 2017

Den Anfang machen – mit einer tiefen Verbeugung. Zum Beispiel vor einem unmittelbaren Vorgänger bei den Randnotizen. – Daniel Wisser. Der zuletzt seinerseits im Nachklang der Nobelpreisdebatte Bob Dylan, The Beatles, Zappa und andere als Dichter beschrieben hat. Dem ich längst zurückschreiben wollte. Jetzt hat er aber in der Millionenshow -wie ich gehört habe, viel Geld abgeholt. Sehr gut so. Der Name ist ja quasi Programm. Löwen in der Einöde – auch ein Buch, das mich wartend anschaut…

Zu einem anderen Dichter und Sänger, der, ob nobel oder nicht, in jedem Fall preiswürdig ist – Leonard Cohen.

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Ein Zitat aus einem Lied von ihm prangt  zur Zeit an einigen Vaporettos und an der Fassade der Fondazione Prada am Canale Grande in Venedig – THE BOAT IS LEAKING. THE CAPTAIN LIED. Wie treffend. Ausgangspunkt einer in der Tat wunder-vollen Ausstellung in der Fondazione Prada von Alexander Kluge, Anna Viebrock und Thomas Demand. Ein so durchdachtes, auf den jeweiligen künstlerischen Kosmos des anderen eingehendes Ausstellungskonzept, eine sinnliche wie politische Erfahrung. Was alle eint, ist das Interesse an Nebenschauplätzen der Geschichte, an Archiven, die Vergangenes ganz Gegenwart werden lassen. Räume, teilweise neu gebaut aus zerlegten, benutzten Bühnenbildern, die einen Parcours durch verschiedene Orte gemeinsamer Erfahrung – einem Kino, einem Theater, dem Zirkus – schaffen. Dazu die Verbindung zu den erstaunlichen Bildern eines Angelo Morbelli. Eine Entdeckung seine Serie über das Männer-Hospiz Trivulzio in Mailand. Insgesamt gehört diese Installation in der Fondazione zum Besten, was ich seit langem gesehen habe. Eine Schule des Sehens, Wahrnehmens, des Denkens.

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Das letzte Wort hat der Dichter –

Everybody knows that the dice are loaded
Everybody rolls with their fingers crossed
Everybody knows that the war is over
Everybody knows the good guys lost
Everybody knows the fight was fixed
The poor stay poor, the rich get rich
That’s how it goes
Everybody knowsEverybody knows that the boat is leaking
Everybody knows that the captain lied
Everybody got this broken feeling
Like their father or their dog just died…..
…to be continued.

2 mariatrost

17. 5. 2017 / 21:42 Uhr
/ Kategorie Randnotizen 2017

wir setzen uns an der endstation in den einser.

der ursprung von allem ist topographisch (noch immer!): der ursprung jeder kartoffel ist die erde hier in rudow. es gibt diese drei minuten, die die straßenbahn an der endstation wartet, wo die anzeige wechselt. alle sprachen und texte, die auf meinem tisch liegen, führen zu meinen eigenen. klar kommen, dass auch dodln die eigene (die meinige!) sprache verwenden. kann man überhaupt utopisches gemüse züchten? berufe ich mich immer auf schon berufenes? ist das meine berufung?

wer hört das denn nicht? dieses leise surren und wabern? kurz zuhören dürfen: wenn den ganzen nachmittag alphawellen laufen und dann die tonspur aufhört: das rauschen dann. Aus der Sicht der Tiere oder aus der Sicht eines Wesens, das völlig verschieden von uns wäre, erschiene der Mensch wie besessen von Zeit und Raum. wenn nichts da ist, ist da noch immer das surren des cityrunners. das hat mir gefehlt. das erst langsame schließen der türen, dann das aneinanderknallen der beiden seiten. wenn man vom rauschen und von der kurvenlage her weiß, an welcher station man gerade ist. das DING-DIng-ding der ansage. WHERE ARE WE NOW: wo die musi spielt.

wenn der ursprung von allem topographisch ist, ist der ursprung von allem topographischen der rhythmus. es gibt doch dieses rattern, das allem zugrunde liegt. das aus allem dann doch irgendwie irgendwie doch sinn macht. wie der bub schon seit stunden seine hand ins Brunnenwasser hält  zum beispiel. oder der blick über die hügel hügel hügel von hier aus (gutes rattern). dieses surren und wabern! in der luft! Das größte Spiel des Menschen ist seit Jahrtausenden die Organisation von Zeit und Raum in Rhythmus, Kalender und Architektur.  es gilt auf die wiederholungen zu achten. mich interessiert das auswabern zu allen seiten (und das verlieren darin), wenn ich das rattern höre, ja mich interessiert es immer, wenn es um ein rattern geht und auch hier, hier wird es, also, hier wird es um das rattern gehen. das rattern verstehen: sehen wie die dodln das rattern verwenden (wir notieren: soldaten in reih und glied, topfhaarschnitte, uniformen, wahl-songs (scheiß rattern)). nur wer die unterschiede im rattern versteht, weiß bescheid.  ICH BIN DOCH KEINE MASCHINE  slave to the rhythm, frau gamilscheck? gammelschreck? ok? ok!

jetzt aber, jetzt geht’s los. der bimfahrer raucht noch eine. also ich sitze schon. die frau mit den vielen einkaufstaschen schaut die ganze zeit nervös aufs handy. und du, ich sehe genau, dass du deine bierflasche unter dem sitz versteckst. aber das ist ok. jetzt geht’s los. sachte bitte: die stadt vor mir wie meine offene schädeldecke. wie grün es hier draußen ist! graz? da war ich noch nie. aber eine bekannte war mal da. is eh nett, oder?

 

* André Leroi-Gourhan

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